Grüne: Wohnen ist Grundrecht – Kreiswohnungsverband und Gemeinden müssen bei bezahlbarem Wohnen nachlegen

Bei steigenden Mieten und Grundstückspreisen wissen viele Menschen nicht mehr, ob sie eine Familie gründen und eine entsprechend große Wohnung bezahlen können. Und für viele ältere Menschen fehlt barrierefreier und angemessener Wohnraum. Die GRÜNEN im Kreis fordern Maßnahmen ein, um mehr bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum zu schaffen.

Dazu Joachim Heidinger, auf Platz 10 der Kreistagsliste und Gemeinderat in Böhl-Iggelheim: „Der Rhein-Pfalz-Kreis und seine Gemeinden haben mit dem Kreiswohnungsverband ein wichtiges Instrument an der Hand, welches allerdings ungenügend zum Einsatz kommt.Der Baustop, den es bis 2015 beim Kreiswohnungsverband politisch gewollt gab, hat dazu geführt, dass jetzt zu wenig bezahlbarer Wohnraum auch für Familien zur Verfügung steht. Wir Grüne wollen daher die Bautätigkeit des Kreiswohnungsverbands verdoppeln und dafür die notwendigen Gelder in Gemeinden und Kreis zur Verfügung stellen. Dazu müssen aber vor allem Gemeinden, die bisher wenig sozialen Wohnraum geschaffen haben, deutlich nachlegen.“

Else Wentz, auf Platz drei der Liste zum Kreistag ergänzt: „Wir sehen weiterhin den Kreiswohnungsverband verstärkt in der Pflicht, neue aber notwendige Aufgaben der Zukunft wahrzunehmen und sich damit ein neues Tätigkeitsfeld zu entwickeln. Dies ist gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels immer wichtiger. Dazu zählt für uns die Schaffung von Mehrgenerationenhäusern und Senioren-WGs gemeinsam mit den Sozialstationen im Kreis.  Mehrgenerationenhäuser sind offene Begegnungsorte, in denen das Miteinander von Menschen verschiedener Altersgruppen mit unterschiedlichem kulturellem und sozialem Hintergrund aktiv gelebt werden soll. Sie bieten Raum für gemeinsame Aktivitäten und schaffen ein nachbarschaftliches Miteinander in der Kommune. In einem generationenübergreifenden Ansatz helfen Jüngere Älteren und umgekehrt.“

Zum Hintergrund:

  • Wohnungen des Kreiswohnungsverbands die aus der sozialen Bindung fallen werden durch diesen unterhalb der ortsüblichen Miete vermietet. Durch geförderten Wohnraum entsteht somit bezahlbarer Wohnraum für alle Menschen und wirkt somit als Korrektiv auf die ortsübliche Miete.
  • Verschiedene Gemeinden im Kreis haben unterdurchschnittlich wenige Wohnungen des Kreiswohnungsverbands. Das liegt daran, dass der KWV nur wirtschaftlich bauen kann, wenn ihm durch die Gemeinden Grundstücke in Erbaupacht zur Verfügung gestellt werden. Es ist gesetzliche Aufgabe der Kommune diese Grundstücke zu beschaffen. Während in Schifferstadt derzeit zahlreiche Wohnungen des KWV geschaffen werden und beispielsweise in Mutterstadt und Böhl-Iggelheimer zahlreiche Wohnungen bestehen, ist erschreckend, wie wenige Wohnungen in Maxdorf oder Römerberg existieren. Eine Auswertung finden Sie hier:  https://www.gruene-rhein-pfalz.de/wp-content/uploads/2018/05/20180204-Anfrage-Sozialer-Wohnungsbau-AW-20180220.pdf

 

 

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