Autobrücke bei Altrip ist Täuschung der BürgerInnen: Grüne unterstützen Vorschläge des Umweltforums

Laut Bericht in der Rheinpfalz am Freitag und laut Äußerungen des Umweltforums Mannheim von Donnerstag, lehnt der Verband eine weitere Autobrücke über den Rhein bei Altrip klar ab. Vielmehr solle deutlich mehr in den Ausbau des S-Bahnverkehrs, des ÖPNVs und des Radverkehrs investiert werden. Die Grünen im Kreis bestärken nun diese Einschätzung.

Dazu Maurice Kuhn, Grüner Kandidat für den Kreistag und Gemeinderat Altrip: „Eine weitere Autobrücke über den Rhein bei Altrip in einem Naturschutz- und Naherholungsgebiet, in direkter Nähe von Wohngebieten, würde der gesamten Region massiv schaden. Denn der Natur und den Menschen stehen in der Region nur noch wenige Erholungsräume zur Verfügung. Wer Forderungen nach einer weiteren Autobrücke als Lösung für Verkehrsprobleme in der Region erhebt täuscht die BürgerInnen. Einer solchen Option wurde schon vor Jahrzehnten eine klare Absage erteilt. Davon abgesehen würde die Bauzeit einer neuen Autobrücke Jahrzehnte betragen.“

Elias Weinacht, stellv. Fraktionsvorsitzender im Kreistag ergänzt: „Das Umweltforum hat Recht. In Zeiten des Klimawandels, sich verändernder Mobilität und drohenden Fahrverboten wäre das Geld deutlich besser in einem Ausbau der S-Bahn, einer deutlich besseren Bustaktung, und in günstigeren Tickets, wie einem Ticket für 365 Euro im Jahr, angelegt. Wir brauchen in einer vernetzten Metropolregion überregionale Lösungen für die vielen PendlerInnen. Wir Grüne wollen genau solche Themen angehen. Dazu gehört auch der Ausbau des Straßenbahnnetzes, zum Beispiel nach Neuhofen und Dannstadt-Schauernheim, und der Bau von Radschnellwegen, einem besseren Radwegenetz und besserer Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder an Bushaltestellen und Bahnhöfen.“

Beide halten fest: „Wenn nötige Mittel in der Metropolregion für die Mobilität der Zukunft aber weiterhin durch Ideen anderer Parteien, wie den Bau einer weiteren Autobrücke, blockiert werden, kommen wir mit einer guten Mobilität für PendlerInnen leider nicht weiter.“

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