Radfahren im Kreis muss sicher und komfortabel sein

Laut den Grünen im Rhein-Pfalz-Kreis hat der Landkreis das Potential einer der fahrradfreundlichsten Kreise in Rheinland-Pfalz zu sein. Dafür wären aber dringend weitere Schritte notwendig, um Kindern und Senioren, Berufspendlerinnen und Berufspendlern sowie dem Tourismus ein sicheres und komfortables Radwegenetz zu bieten. Die Grünen haben deshalb Vorschläge zur Verbesserung der Qualität der Radwege erarbeitet und fordern die Einsetzung einer oder eines Radverkehrsbeauftragten.

Martin Eberle, Mitglied des Vorstands der Grünen im Kreis, dazu: „Rückgrat für diese moderne und umweltfreundliche Form der Mobilität ist ein sicheres und gutes Radwegenetz im gesamten Kreis und gut vernetzt über die Kreisgrenzen hinaus. Radwege, die an Ortsgrenzen enden, verschmutzte Radwege, durch mangelhafte Infrastruktur vorprogrammierte Konflikte mit dem Autoverkehr, schlechte Ampelschaltungen und fehlende Beschilderung – das alles ist leider Standard im Kreis. Deswegen haben wir als Grüne Vorschläge erarbeitet, was sich ändern muss, um ein gutes und sicheres Radwegenetz zu erhalten. Das Mindeste ist, den Stand der Technik zu berücksichtigen, den sogenannten „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen“ (ERA)“. Darüber hinaus setzen die Grünen im Kreis auf verknüpfte Mobilität, bei welcher der Radverkehr zusammen mit dem ÖPNV, Car-Sharing und dem Fußverkehr gedacht und geplant wird. An Knotenpunkten, wo der Wechsel auf den ÖPNV erfolgt, müssen sichere, beleuchtete und überdachte Abstellanlagen in ausreichender Anzahl vorhanden sein. Radwege müssten auf diese Knotenpunkte hin geplant werden.

Die Grünen hatten in der Sitzung des Kreistags im Dezember letzten Jahres bereits eine Radverkehrsbeauftragte oder einen Radverkehrsbeauftragten für den Kreis vorgeschlagen. Dazu Elias Weinacht, stellv. Fraktionsvorsitzender im Kreistag: „Als Koordinator für die nötigen Maßnahmen muss der Kreis tätig werden. Denn Qualitätsstandards und Radwege enden nicht an Ortsgrenzen. Eine Radverkehrsbeauftragte oder ein Radverkehrsbeauftragter würde sich um die Defizite im Kreis kümmern und sich eng mit anderen Akteuren und den Bürgerinnnen und Bürgern abstimmen. Damit hätten wir eine starke Stimme für das Thema Radverkehr im Kreishaus. Die von uns erarbeiteten Vorschläge wären eine Grundlage für ihr oder sein Arbeitsprogramm. Das ist dringend notwendig angesichts der erheblichen Qualitätsmängel der Radinfrastruktur im Kreis.“

Der Antrag zur Einführung einer oder eines solchen Beauftragten wurde im Dezember vom Kreistag zur Diskussion in den Ausschuss gegeben. Der Antrag soll in einer der nächsten Sitzungen gemeinsam mit dem Antrag der Fraktion der SPD zur Einrichtung eines oder einer Mobilitätsbeauftragten diskutiert werden.

Das Positionspapier der Grünen im Kreis für einen sicheren und komfortablen Radverkehr finden Sie hier: Papier Qualität Radverkehr

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