Zusammen für mehr Rückenwind für die Mobilität der Zukunft im Kreis

Wenn wir die Herausforderungen der Zukunft meistern wollen, müssen wir Mobilität neu denken. Zudem müssen wir die vorhandene Infrastruktur in einem sehr guten Zustand erhalten. Lange Jahre wurde viel fast ausschließlich für den Autoverkehr im Kreis getan. Der Abriss der Hochstraße Nord wird uns, vor allem aber AutopendlerInnen, vor massive Herausforderungen stellen. Der Klimawandel schreitet voran und dazu trägt auch unsere umwelt- und klimaschädliche Mobilität bei. Und viele Menschen wünschen sich Wohn- und Lebensorte, die ruhig und sicher sind, in denen Kinder auf der Straße spielen können und alle Verkehrsteilnehmer respektvoll miteinander umgehen. Viele dieser Fragen lassen sich lösen. Dazu brauchen wir kluge und mutige Konzepte und Menschen, die diese auch umsetzen.

Wir GRÜNE wollen allen Menschen im Kreis eine klimafreundliche, stressfreie und menschenfreundliche Mobilität ermöglichen. Dazu werden wir den ÖPNV stärken, den Kreis fahrradfreundlich machen und alternative Mobilitätsformen ausbauen. In den Kommunen werden wir die Infrastruktur so umbauen, dass sie für die Menschen, und nicht für die Autos gemacht ist.

Um die Mobilität im Kreisvoranzubringen werden wir:

  • Ein Mobilitätskonzept im Kreis erstellen, das uns Leitlinie für die kommenden Jahre sein soll und dessen vorrangiges Ziel es ist, umwelt- und klimaschonende Mobilität zu fördern.
  • Möglichkeiten finden, wie E-Car-Sharing kostendeckend im Kreis realisierbar ist. Dafür werden wir Gespräche mit Vereinen, BürgerInnen und Initiativen führen. Vorstellbar wäre ein Modell, bei dem Vereinen mit E-Car-Sharing ein Vereinsauto zur Verfügung steht, das Auto als Bürgerauto für ältere Menschen genutzt wird und ansonsten für Alle zur Verfügung steht.
  • Bike-Sharing gemeinsam mit VRN-Nextbike im Kreis testen.
  • Das Netz an E-Ladestationen für Autos und Fahrräder ausbauen.
  • Durch Verkehrszählungen und reale Messungen eine Grundlage für wirksame Maßnahmen gegen Verkehrslärm schaffen.
  • In den Orten einen Straßenraum schaffen, der alle VerkehrsteilnehmerInnen berücksichtigt und Sicherheit für FußgängerInnen und RadfahrerInnen schafft.

Für den Radverkehr werden wir:

  • Ein Radverkehrskonzept erstellen und für dessen Umsetzung einen Radverkehrsbeauftragten einsetzen.
  • Den Radschnellweg Ludwigshafen-Schifferstadt beschleunigen, einschließlich einer Verlängerung nach Neustadt über Böhl-Iggelheim und nach Speyer, sowie weitere Radschnellwege konkret planen, wie von Ludwigshafen nach Worms und etwa entlang der Rhein-Haardt-Bahn nach Bad-Dürkheim.
  • Eine Bestandsaufnahme aller Radwege durchführen und die Lücken im Radwege- und Radroutennetz schrittweise schließen, sowohl außerhalb der Ortschaften als auch in den Ortschaften. Die Qualität der Radwege werden wir schrittweise verbessern.
  • Die Beschilderung für Radfahrer im Kreis entsprechend der Vorgaben des Landes flächendeckend ausbauen.
  • Neu zu bauende Radwege- und Radrouten nach den hohen Qualitätsstandards der „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen“ bauen und so verkehrssichere Radwege garantieren.
  • Radwege verstärkt getrennt von Landwirtschaftswegen führen, um eine ganzjährige problemlose und konfliktfreie Nutzung zu ermöglichen.
  • Für die Pflege der Radwege im Sommer und Winter gemeinsam mit den Landwirten, Kommunen und Radverbänden einen Runden Tisch gründen und Richtlinien für die Pflege entwickeln.
  • Ein Konzept für Radparkäuser an Knotenpunkten des ÖPNV und SPNV für den gesamten Kreis entwickeln und bedarfsgerecht sichere und attraktive Radparkhäuser für PendlerInnen bauen.
  • Uns für die jederzeit kostenfreie Möglichkeit zur Mitnahme von Rädern in den Bussen und Straßenbahnen des Kreises einsetzen.
  • Einen online-Mängelmelder, nicht nur für Radwege, einführen, mit dem schnell und komfortabel Probleme an die zuständige Stelle gemeldet werden können.
  • Den Kreis und die Kommunen als fahrradfreundliche Kommune zertifizieren lassen und an der Aktion Stadtradeln des Klimabündnisses teilnehmen.

Lesen Sie hier mehr dazu, wie wir den Rhein-Pfalz-Kreis zu einem fahrradfreundlichen Kreis machen wollen und wie wir ein gutes und sicheres Radwegenetz schaffen wollen.

Für einen attraktiven Öffentlichen Personennahverkehr(ÖPNV) werden wir:

  • Eine Taktverbesserung auf gut ausgelasteten Strecken realisieren.
  • Alle Gemeinden im Kreis mit möglichst hoher Taktdichte an den nächsten S-Bahnhof oder Bahnhof der Rhein-Haardt-Bahn anbinden.
  • Die Gemeinden besser miteinander verbinden, auch mit Ruf-Taxiverkehr.
  • Uns wie bereits seit Jahrzehnten für neue Straßenbahnen im Kreis einsetzen, so auch für eine Straßenbahn von Ludwigshafen über Maudach nach Mutterstadt und Dannstadt-Schauernheim sowie über Neuhofen nach Waldsee.
  • Mindestens zwei neue Buslinien tangential zu den Bahnlinien einführen. Von der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim über Maxdorf und Dannstadt-Schauernheim nach Schifferstadt und von Oggersheim über Mutterstadt nach Limburgerhof.
  • Den Nahverkehrsplan im Kreis regelmäßig gemeinsam mit den BürgerInnen weiterentwickeln und so die Grundlage für eine Mobilität der Zukunft legen.
  • In die Elektromobilität im ÖPNV im Kreis einsteigen.
  • Alle Busse im Kreis mit W-LAN ausstatten.
  • Die Anbindung über den Rhein von Altrip nach Mannheim mit einer regelmäßigen Buslinie deutlich verbessern.
  • Den Nahverkehr im Kreis bis 2022 mit deutlich mehr Engagement, als das bisher getan wurde, barrierefrei ausbauen. Dazu gehört für uns auch das Umfeld von Haltestellen, einschließlich Echtzeitanzeigen an Knotenpunkten und eine gute Beschilderung.
  • Wir fordern, dass der Rhein-Pfalz-Kreis als Mitglied im VRN sich für die Einführung eines Sozialtickets für Geringverdiener (Arbeitslosengeld II-Empfänger, Asylsuchende, …) im Verkehrsverbund Rhein-Neckar stark macht, sodass Mobilität nicht mehr am Geldbeutel scheitern muss.

Um den ÖPNV insbesondere während der Bauzeit der Hochstraße Nord attraktiv zu machen, gemeinsam mit dem VRN darüber verhandeln, wie die Preise von Jahrestickets auf zwei Euro pro Tag (730 Euro im Jahr) und schrittweise auf einen Euro pro Tag (365 Euro im Jahr) gesenkt werden können. Wir können uns hierzu zunächst eine befristete Lösung im Sinne eines Pilotprojekts vorstellen. Damit muss eine Taktverdichtung und vor allem eine Qualitätsverbesserung (Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit) des ÖPNV einhergehen. Wir sehen dadurch entstehende Mehrkosten als Investition in eine klima- und pendlerfreundliche Region und in attraktive und lebenswerte Orte.

Lesen Sie hier mehr über die konkreten Vorstellung der GRÜNEN zur Ausgestaltung des Nahverkehrs im Kreis.