Themen

Radverkehr

Für bessere Radwege im Rhein-Pfalz-Kreis

Der Kreis hat enorme Möglichkeiten, den Radverkehr als gesunde, klimaschonende und umweltfreundliche Form des Individualverkehrs attraktiv zu machen. Wer zukunftsfähige Mobilität ernst nimmt, der baut vor allem auch die Infrastruktur für Fahrradfahrer aus.

Wir können der fahrradfreundlichste Kreis in Rheinland-Pfalz werden. Wir haben dazu aufgrund unserer Topografie und bereits bestehender Angebote sehr gute Voraussetzungen. Wir haben aber auch dringenden Handlungsbedarf aufgrund des Umbaus der Hochstraße Nord. Diese Chance dürfen wir nicht durch kleinteilige Projekte vertun, sondern müssen jetzt mit Radpendlerwegen, einer guten Beschilderung und einem Konzept im Sinne der Bürgerinnen und Bürger in die Zukunft investieren. Dies ist ein wichtiges Projekt, das Elias Weinacht als Landrat angehen will. In anderen Regionen in Deutschland hat sich bereits gezeigt, dass dies alles möglich ist. Und darin hat uns auch der ADFC bestätigt.

Radpendlerwege und eine gute, durchgehende Beschilderung

Um Stress für Pendler wegen des Umbaus der Hochstraße Nord zu vermeiden, müssen wir attraktive Alternativen zum Pendeln mit dem PKW schaffen. Neben einer Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs ist der Radverkehr ein weiterer wichtiger Baustein für eine nachhaltige Mobilität im Kreis. Wir wünschen uns drei wichtige Routen, die wir jetzt im Kreis verwirklichen sollten und können, um den Pendelverkehr mit dem Fahrrad, in Richtung Mannheim und Ludwigshafen zu fördern.

Erfahrungen aus vielen Regionen in Deutschland und anderen Ländern zeigen, dass Radpendlerwege das beste Mittel sind, um Pendler zum Umstieg auf das Fahrrad zu bewegen. Dazu ist es wichtig, einzelne und häufig genutzte Strecken mit einer Mindestbreite auszubauen, Kreuzungen und Hindernisse zu reduzieren und die Streckenführung innerorts sowie außerorts zu optimieren. Das wäre ein richtiger Fortschritt für den Kreis und würde Pendler unterstützen. Unser Landratskandidat Elias Weinacht kann sich dabei mindestens drei Routen, jeweils eine im Norden, im Süden und in der Mitte des Kreises vorstellen.

Andere Regionen zeigen: das geht besser! – bei uns geht es auch!

Um weitere Hindernisse eines attraktiven Radverkehrs zu lokalisieren brauchen wir ein Radwegekonzept für den Kreis. Dieses beginnt mit einer Aufnahme des Ist-Zustands, ermittelt den Bedarf und macht Empfehlungen zu Verbesserungen an den kritischen Punkten. Dabei müssen vor allem die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger, aber auch touristische Aspekte berücksichtigt werden. Dabei geht es um Routenführungen innerhalb und außerhalb der Ortschaften, die Nutzbarkeit von Wegen und die Verknüpfung mit Bahn und Bus. Schon heute sind viele Fahrradwege im Kreis nicht nach den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) gebaut und somit zum Teil gefährlich für Radfahrer – das müssen wir dringend ändern.

Außerdem muss die Beschilderung im Kreis deutlich verbessert werden. Was nützen Radwege, wenn sie nicht ausreichend beschildert sind? Wir brauchen eine durchgehende und lückenlose Beschilderung innerorts sowie außerorts, sodass die Radwegeführung jederzeit klar erkenntlich ist. Oft endet die Beschilderung der Fahrradwege an den Ortsgrenzen. Außerorts ist sie teilweise in mangelhaften Zustand. Da muss der Kreis deutlich nachbessern. Vor allem dort, wo er Baulastträger der Radwege ist. Darüber hinaus muss er koordinierend neue Standards setzen.

Konzept für einen fahrradfreundlichen Rhein-Pfalz-Kreis